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Feste organisieren wird zum Spießrutenlauf

Fordere zentrale Anlaufstelle für Organisatorinnen und Organisatoren

Der Sommer ist die Zeit der Feste und Aktivitäten im Freien. In der Josefstadt werden von Privatpersonen und Vereinen viele tolle Feste organisiert. Diese Feste sind wichtig für die Gemeinschaft und das Miteinander in der Josefstadt. Daher werden sie auch aus finanziellen Mitteln des Bezirks unterstützt. Aber immer mehr Organisatorinnen und Organisatoren klagen über den enormen bürokratischen Aufwand und darüber, dass es immer komplexer wird ein Fest zu organisieren. Die Stadt Wien hat nun eine 23-seitige (!!!) Broschüre herausgegeben, die informiert, an welche Stellen man sich bei der Organisation wenden soll und welche Genehmigungen man benötigt.

„Für die Bürgerinnen und Bürger wird es immer komplizierter Aktivitäten und Feste auf öffentlichen Plätzen zu veranstalten, man benötigt bis zu neun Genehmigungen. Anstatt einer 23-seitigen Broschüre fordere ich eine zentrale Anlaufstelle, die den Bürgerinnen und Bürgern unterstützend und kompetent zur Seite steht. Ich bin sehr dankbar, dass es viele engagierte Josefstädterinnen und Josefstädter gibt, die Aktivitäten wie Nachhaltigkeitsfeste, Veranstaltungen für Kinder und Grätzelinitiativen planen. Ich fordere daher weniger Bürokratie und mehr Unterstützung seitens der Stadt Wien für Organisatorinnen und Organisatoren,“ so Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert.

Dr. Hans Litsauer Organisator des sehr beliebten und erfolgreichen Neudeggergassenfestes: „Neben der Vielzahl an einzuholenden Genehmigungen bis zur Bescheiderteilung für die Durchführung des Festes, geht die Bürokratie am Fest selbst erst recht munter weiter. Preisauszeichnungspflicht für private Flohmarktstände auch für noch so kleine Gegenstände veranlassen immer mehr Standler sich erst gar nicht mehr an Gassenfesten zu beteiligen. Die Gastronomie klagt über immer restriktivere Auflagen wie z.B. Warmwasser (!) am Stand, an einem Ort, wo nicht einmal kaltes Fließwasser vorhanden ist. So macht das bürokratische Umfeld nicht nur den Organisatoren, sondern allen Beteiligten zu schaffen.“

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