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Florianigasse: Radfahren gegen die Einbahn und Verbesserungen für FußgängerInnen

Mehrwert für alle VerkehrsteilnehmerInnen

 

15 Prozent der Wege legen die JosefstädterInnen mit dem Fahrrad zurück, was das Doppelte des Wiener Durchschnitts ist. Das macht die Josefstadt zum Fahrradbezirk Nummer 1 bei der Fahrradnutzung im Alltag, wo das Radfahren gegen die Einbahn in vielen Straßen bereits möglich ist. So passiert dies nun auch in der Florianigasse im Abschnitt zwischen Wickenburggasse und Skodagasse. Angesichts der Bevölkerungsentwicklung, hinsichtlich des Trends zu umweltbewusster Mobilität, ist das der notwendige Lückenschluss für die bereits existierenden mehreren Tausend Meter Radweg in der Josefstadt. Baubeginn ist der 1. Oktober.
 

Bei einer Informationsveranstaltung der Bezirksvorstehung, gemeinsam mit der MA28 – Straßenverwaltung und Straßenbau und der Agendagruppe „Radfahren in der Josefstadt“, wurden den JosefstädterInnen die Pläne genauer erläutert und offene Fragen beantwortet. Die neue Hauptradroute bietet neben dem wichtigen Lückenschluss gleichzeitig mehr Platz, Komfort und Sicherheit für FußgängerInnen mittels Gehsteigvorziehungen an den Kreuzungen der Florianigasse mit der Skodagasse, Fuhrmannsgasse, Lange Gasse und Schlösselgasse und Gehsteigverbreiterungen vor der Florianigasse 42 und nahe der Piaristengasse und Buchengasse sowie vor dem Bezirksgericht. An der Kreuzung Feldgasse#Skodagasse wird der Verkehr durch die neue Planung erheblich entschleunigt. Die Schanigärten der ansässigen Gastronomiebetriebe der Florianigasse bleiben erhalten.

 

Derzeit gibt es öfters Konflikte zwischen FußgängerInnen, RadfahrerInnen und AutofahrerInnen. Die Bezirksvorstehung ist überzeugt davon, dass der Radweg durch die klare Regelung für mehr Sicherheit sorgt.

 

„Das Radfahren gegen die Einbahn sorgt für klare Regeln und folglich für mehr Sicherheit in der Florianigasse. Auch die FußgängerInnen werden erheblich von den Verbesserungen profitieren. Darüber hinaus ist es uns ein Anliegen den Durchzugsverkehr während des U-Bahn-Baus so gering wie möglich zu halten, was dadurch ermöglicht wird.“, so die Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert.

„Die Josefstädterinnen und Josefstädter legen mittlerweile einen höheren Anteil ihrer Fahrten mit Rädern als mit PKW zurück. Die Umsetzung des geplanten Radfahrens gegen die Einbahn in der Florianigasse wird diese Art der Fortbewegung für viele einfacher und sicherer machen. Jeder Tag, an dem das Radfahren nicht einen Zwang zum Parcours zwischen den Schienen und den bis zu drei Autospuren mit Tempo 50 in der Alser Straße bedeutet, ist eine wesentliche Verbesserung für den Radverkehr in diesem Teil Wiens. Wir haben lange genug darauf gewartet.“, Markus Edelmann, Agendagruppe Radfahren in der Josefstadt.

„Der Radweg durch die Florianigasse öffnet eine wichtige Verbindung zwischen Gürtel und 2er Linie, ohne Schienen und in einer 30kmh Zone. Unser Dank gilt bei diesem Projekt auch der Stadt, die die Florianigasse in das Hauptradwegenetz aufgenommen hat und damit den Großteil der Kosten übernimmt. Für die Lebensqualität der Josefstädter und Josefstädterinnen ist die Maßnahme in jeder Hinsicht ein Gewinn! Unser nächstes Projekt wird eine Verkehrsberuhigung in der Florianigasse sein!“, Alexander Spritzendorfer, die Grünen.

„Eine gute Radverbindung im nördlichen Bezirksteil erachten wir als verkehrspolitisch sinnvoll. Ziel ist es, attraktive Radrouten abseits der Schienenstraßen zu etablieren und dadurch so sowohl für den öffentlichen Verkehr als auch für den Radverkehr Verbesserungen zu erzielen.", Stefanie Vasold, SPÖ.

„Entgegenkommende Fahrräder sind mir lieber, also solche, die ich überholen will – ich habe Blickkontakt“, Heribert Rahdjian, Echt-Josefstadt.

 „Radfahren ist gut für die Gesundheit und ein umweltfreundliches Fortbewegungsmittel. Jedoch bedarf es mehr Rücksichtnahme seitens der RadlerInnen.“, Bezirksrätin Annegret Lange.

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