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Kurzfristige Vermietungen vernichten Wohnraum in der Josefstadt

Bezirksvorsteherin sieht Gesetzgebung der Stadt ohne Einbindung der Bezirke als Kernproblem

Mit der vom Gemeinderat 2018 beschlossenen Novelle der Wiener Bauordnung wurde dem Bezirk die Zuständigkeit in puncto Kurzzeitvermietung (wie beispielsweise Airbnb) entzogen.

Nun häufen sich die Fälle, dass Häuser in der Josefstadt speziell für diesen Zweck adaptiert  werden und bei der Baupolizei um eine Ausnahme von der Wohnzone beantragt wird. Somit wird der Wohnraum in der Josefstadt ausgehöhlt. Veronika Mickel-Göttfert, Bezirksvorsteherin der Josefstadt, lehnt diese Praxis ab, da es sich im Bezirk durchwegs um Raum handelt, der zum dauerhaften Wohnen geeignet ist und dadurch Mieten in die Höhe getrieben werden. Die Bezirksvorsteherin sieht hier die Stadtverwaltung in der Pflicht: „Ich erwarte mir, dass die Stadt Wien und die zuständige Stadträtin Gaal ein klares Bekenntnis abgeben, dass qualitätsvoller Wohnraum in Wien als solcher genutzt werden kann und nicht Zustände wie in Paris eintreten, wo bereits über 25% der Wohnungen für touristische Zwecke verwendet werden.“

Auch die Vorsitzende des Bauausschusses, Sylvie Walch äußert sich kritisch darüber, „da die Altbauwohnungen in der Josefstadt dem Vollanwendungsbereich des Mietrechtsgesetzes unterliegen und somit ausschließlich zur Deckung des dringenden Wohnbedürfnisses von Menschen gedacht sind.“

Hinzu kommt erschwerend, dass es in Wien keine zentrale Stelle gibt, die sich für die Einhaltung der Gesetze zuständig fühlt. Die Bezirksvorsteherin fordert daher: „Ich erwarte mir, dass die Stadt Wien die Gesetzeslage im Sinne eines Schutzes des wertvollen Wohnraumes ändert!“

 

Rückfragen & Kontakt:

Lydia Maria Lienhart, BA

Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit

Bezirksvorstehung Josefstadt

Schlesingerplatz 4/Zi.317

1080 Wien

Tel.: +43-1-4000-08116

Mobil: +43 676 811808116

lydia.lienhart@wien.gv.at 

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