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Rathausstraße 1 Bürgerinteressen in Gefahr

Rathausstraße 1 darf nicht verkauft werden, Interessen der Bürgerinnen und Bürger müssen im Vordergrund stehen

Heute ist den Medien zu entnehmen, dass die Wien Holding das Gebäude in der Rathausstraße 1 samt dem Abrissbescheid und den Rechten für den Neubau an einen privaten Investor verkaufen wird. „Ich bin wirklich empört wie planlos und unverantwortlich mit einer wichtigen Liegenschaft der Stadt Wien umgegangen wird,“ so Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert.

Von Anfang an war dieses Projekt von Fehlplanungen begleitet. Das Rechenzentrum wurde im Jahr 2012 abgesiedelt. Seither herrscht dort Leerstand. Dann war durch die Planungen eines Neubaus die Sichtachse auf den Stephansdom in Gefahr. Dank des Einsatzes der Josefstädterinnen und Josefstädter konnte diese gerettet werden. Aufgrund unrealistischer Preise konnte offensichtlich kein Mieter gefunden werden. Nun hat sich die Wien Holding entschlossen das Projekt Rathausstraße 1 zu verkaufen. „Ich habe von Anfang an im Interesse der Josefstädter Bürgerinnen und Bürger gefordert, dass diese wichtige Immobilie für öffentliche Zwecke wie Bildung und Kultur genutzt wird. Wir haben uns auch stark für eine Nachnutzung eingesetzt, da uns klar war, dass das Projekt in jetziger Form wirtschaftlich nicht tragbar ist. Nun ist allerdings eingetreten, was ich immer befürchtet habe. Man entledigt sich der Verantwortung für dieses Gebäude und vergibt die Chance eine zentralgelegene Immobilie im Interesse der Bürgerinnen und Bürger zu nutzen. Ich fordere daher zurück an den Start und eine Neubehandlung durch den Gemeinderat. Denn wie kann es sein, dass ein Vertrag, der zwischen der Stadt Wien und der Wien Holding geschlossen wurde ohne jede weitere Beratung einfach weitergegeben wird. Jetzt ist der zuständige Stadtrat Ludwig gefordert das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen und das Vorkaufsrecht der Stadt Wien wahrzunehmen und die Chance nicht verstreichen zu lassen diesen Ort mit seinen 12.000 m2 im Sinne der Bürgerinnen und Bürger zu nutzen,“ so Mickel-Göttfert.

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