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Masterplan Mobilität für die Josefstadt beschlossen

Radfahren gegen die Einbahn in der Florianigasse als erste Maßnahme

Ziel des Masterplans Mobilität ist es Lösungen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu schaffen und somit das rücksichtsvolle Auskommen aller zu gewährleisten. Der Masterplan Mobilität sieht viele Maßnahmen für die Bevorrangung von Fußgängerinnen und Fußgängern vor, hat weiters den Ausbau der Öffentlichen Verkehrsmittel zum Ziel, der Durchzugsverkehr soll minimiert und die Josefstadt der führende Bezirk im Bereich car sharing und E-Mobilität werden.

In der Bezirksvertretungssitzung vom 1. März 2017 haben die Fraktionen ÖVP, Grüne, SPÖ, NEOS und ECHT Josefstadt den Masterplan Mobilität mit großer Mehrheit beschlossen.

Als erste wichtige Maßnahme wird das Radfahren gegen die Einbahn in der Florianigasse zwischen Landesgerichtsstraße und Skodagasse umgesetzt. Damit wird eine wichtige Verbindung in die Innenstadt geschaffen. Die Josefstädterinnen und Josefstädter legen bereits jetzt rund 15% ihrer Wege per Fahrrad zurück, das ist das Doppelte des Wiener Durchschnitts. Durch diese Maßnahme soll das Radfahren in der Josefstadt noch attraktiver werden.

Des Weiteren wird „Tempo 30“ entlang wichtiger Schulwege ausgeweitet. Konkret geht es um folgende Straßenzüge: Strozzigasse, Piaristengasse, Kochgasse, Mölker Gasse, Lederergasse, Skodagasse von Lederergasse bis Alser Straße und in der Pfeilgasse zwischen Blindengasse und Lerchenfelder Gürtel. “Tempo 30“ bringt mehr Sicherheit für unsere Kinder und darüber hinaus für alle weniger Lärm und mehr Lebensqualität. Die Umsetzung von „Tempo 30“ soll im Frühjahr 2017 erfolgen.

Für Josefstädterinnen und Josefstädter, die mit dem Auto unterwegs sind, werden sich alle Fraktionen weiterhin dafür einsetzen, dass ein kurzes Halten von 15 Minuten in Anrainerparkzonen möglich ist. Damit unterstützt man sowohl die kleinen Geschäfte als auch Garagenplatzbesitzer, die den Parkraum entlasten und derzeit keine Möglichkeit zum Halten haben.

„Ich bedanke mich bei allen, die mitgewirkt haben den Masterplan Mobilität zu erstellen und so Lösungen für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu finden. Es ist etwas ganz besonderes, dass wir fraktionsübergreifend ein so umfassendes Verkehrskonzept entworfen und mit breiter Mehrheit beschlossen haben. „Tempo 30“ entlang von Schulwegen und das Fahrradfahren gegen die Einbahn in der Florianigasse sind gut für unsere Umwelt, unsere Gesundheit und die Sicherheit im Bezirk,“ so Bezirksvorsteherin Veronika Mickel-Göttfert.

„Wo ein Wille, da ein Weg: Die Josefstadt zeigt vor, dass auch bei politisch heiklen Themen wie der Mobilität eine sinnvolle Lösung im Interesse aller Josefstädterinnen und Josefstädter gefunden werden kann. Als Verhandlungsleiter in der Mobilitätskommission darf ich mich bei meinen KollegInnen der anderen Fraktionen für die gute und konstruktive Zusammenarbeit bedanken. In der Josefstadt bewegt man sich vielfältig, ob auf zwei oder vier Rädern, mit dem öffentlichen Verkehr oder zu Fuß – der Masterplan deckt dies ab und ermöglicht ein funktionierendes Zusammenleben,“ freut sich Stephan Mlczoch.

Martin Köck von den Grünen führt aus: „ Für uns ist wichtig, dass die Verbesserungs-Maßnahmen im Bereich Mobilität allen Bevölkerungsgruppen zugute kommen, aber besonders auch Kindern, älteren Menschen und Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Am Beispiel Florianigasse bedeutet das konkret, dass es nicht genügt, Radfahren gegen die Einbahn auf der Fahrbahn zu legalisieren, sondern dass gleichzeitig der Durchzugsverkehr dort endlich unterbunden werden muss. Damit soll diese neue Hauptradroute allen Menschen einen gefahrlosen und lustvollen Einstieg ins Fahrradfahren mitten in der Stadt ermöglichen - und gleichzeitig Raum für die fußgängerfreundliche Gestaltung von Straßenraum ermöglichen. Ein weiteres Projekt, für das wir uns einsetzen werden, sind elektrisch unterstützte Grätzel-Transport-Fahrräder, die den Menschen ermöglichen sollen, auch große Einkäufe und sogar kleine Übersiedlungen autofrei organisieren zu können. Und bei alldem ist das Wichtigste: Radfahren und Zufußgehen ist nicht nur eine großartige Möglichkeit, anderen zu begegnen, sondern auch sich selbst eine Freude zu machen.

„Wir freuen uns sehr, dass mit diesem Papier nicht nur allgemeine Leitlinien, sondern eine Reihe von konkreten und umsetzbaren Vorschlägen damit beschlossen wurden, die letztlich für alle VerkehrsteilnehmerInnen Verbesserungen bringen werden,“ so Stefanie Vasold, Klubvorsitzende der SPÖ.

„Der Masterplan Mobilität enthält neben der Implementierung von Radfahren gegen die Einbahn in der Florianigasse wichtige & konkrete Verbesserungsmaßnahmen für die Josefstädter Straßenbahnlinien. Unsere Forderungen zur Optimierung der Linien 2 und 5 finden sich im Masterplan wieder und wir freuen uns, dass wir dabei mit der Mehrheit der Fraktionen in der BV Josefstadt gemeinsam an einem Strang ziehen," so Yannick Shetty, Klubvorsitzender der NEOS.

„Mit der Erstellung des in jahrelangen Diskussionen erarbeiteten „Masterplans“ verpflichten wir Bezirksvertreter uns zu Verbesserungen der Verkehrsinfrastruktur für unsere Bevölkerung. Wir werden uns und unsere Glaubwürdigkeit an der Effizienz und adäquaten Umsetzung der Beschlüsse (z.B. verkehrsberuhigte Langegasse, RgE in der Florianigasse) bereits in absehbarer Zeit messen lassen,“ so Heribert Rahdjian, ECHT-Josefstadt.